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GLCD 5133 – The Golden Age of Light Music: Amor Amor: Music for Romance

Various

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Memory Lane, Autumn 07

Two more Guild Light Music CDs have been released: Continental Flavour, GLCD 5132 and AmorAmor-Music for Romance, GLCD 5133. As usual, both have been compiled by David Ades, contain extensive liner notes and have crystal clear Sound. Ron Goodwin gets the CD off to a great start with The Last Time I Saw Paris and George Melachrino rounds things off with an extended track which he arranged titled Music For The Nostalgic Traveller In France. The title track of Amor Amor is presented by Frank Corden and his orchestra and some wonderful melodies from Gershwin, Porter, Kern and others are superbly interpreted by the likes of Johnny Douglas, Gordon Jenkins and Stanley Black.GH

Klassik.com Thursday June 14 2007

Interpretation

Klangqualität

Repertoirewert

Booklet

Angeblich will, laut einer Umfrage, jeder zweite Deutsche in diesem Sommer verreisen. Falls Spanien, Portugal oder Frankreich noch immer angesagt sein sollten, sei zur musikalischen Reisebegleitung die neue Scheibe aus der Reihe ‚The Golden Age of Light Music’ sommerwärmstens empfohlen. David Ades ist in seinen und Alan Buntings Keller gegangen und hat schon wieder markige historische Tondokumente musikalisch leichtfüßiger Art heraufgeholt. Es ist kaum zu fassen, dass es sich immer noch lohnt, diese Ausbeute auf den Silberling zu pressen. Aber die Nachfrage und die Sehnsucht nach Nostalgie, die vielleicht tatsächlich eine Art menschliches Grundbedürfnis zur Lebensbewältigung ist, scheint noch immer groß zu sein. Mit einem dezidiert britischen Blick richtet Ades das Augenmerk auf Kontinentaleuropa, das – zumindest suggeriert dies diese Scheibe – offenbar nur aus Frankreich und Spanien und Portugal besteht, zumindest für die Komponisten.

Die sind durchaus prominent: Jerome Kern, Nino Rota, Victor Herbert oder Robert Farnon sind nur einige der vielen Tonschöpfer, die sich in den 30er bis 50er Jahren die musikalischen Klischees dieser Länder schönkomponierten. Aber wer möchte gegen ihre hinreißenden Nummern aufbegehren? Es ist Schwerstarbeit so zu komponieren, dass es wie von leichter Hand gemacht klingt. Die Genannten verstanden sich darauf. Und die seinerzeit gerühmten Orchesterchefs mit ihren brillanten Musikern verstanden sich darauf, diese Musik mit atemberaubend exzellenter Leichtigkeit darzubieten. Davon zeugen die hier versammelten Aufnahmen. Ron Goodwin, Frank Cordell, Peter Yorke, Dolf van der Linden, Robert Farnon, Charles Williams, George Melachrino und viele andere sind den fleißigen ‚Light Music’-Hörern bereits bestens bekannt. Sie und ihre Orchester stehen für eine Art des Musikmachens, wie es heute eigentlich nicht mehr zu finden ist, ein Musikmachen um der Sache willen, um der handwerklich perfekten, technisch meisterlich gespielten Musik willen. Alan Bunting, ein Meister tontechnischer Restaurierungskunst, entfernt die Patina von diesen alten Aufnahmen. Der Charme der alten restriktiven Tonqualität aber bleibt. Das macht diese Publikationen von ‚Guild’ so wertvoll. Wieder einmal eine editorische Glanzleistung.
Erik Daumann